martinj

Martin J. Meier ist in Chur aufgewachsen und lebt als freischaffender Kunstmaler in Basel.
Charakteristisch für martinj sind eine einfache Formsprache und starke, bezaubernde Farben. Inhaltliche Schwerpunkte seines Schaffens sind Landschaften und Figuren.


aktuell:

nächste Ausstellung:

PBL Liestal (Psychiatrie Baselland)

 

http://www.pbl.ch/home/

 

Doppel-Ausstellung mit Alexandra vom Endt

 

 

letzte   Ausstellung:

 - Kulturhaus Berg, Dalvik (Island) 5. April - 3. Mai 2018

 https://www.dalvikurbyggd.is/berg/dagatal/martin-j-meier-synir-i-bergi-i-april

 

 - verschoben auf unbestimmt: 

Consulate General of Switzerland  New York City

 

 

 

R.I.P Annemarie Monteil! ich hatte die grosse Ehre, dass sie eines meiner Bilder eine Weile lang bei sich zuhause hängen hatte und einen schönen Text darüber schrieb.


Zu einer Landschaft von Martin J. Meier (martinj)

Unterwegs

Gehen. Sehr lange gehen. Bis der Blick weit wird und sich der Horizont wölbt: die Ahnung, dass die Erde rund ist und nie zu Ende sein wird. Keine Sonne, aber schattenlose Helligkeit. Der höchste Punkt des Horizonts liegt exakt in der Bildmitte. Alles ist ausgewogen. Stille könnte so aussehen. Sogar die Wolke, sonst Gefährtin des Windes, scheint unbeweglich. Sie hat sich vom Mond das opake Farblicht ausgeborgt und antwortet der Krümmung des Horizonts mit der Ruhe des in sich geschlossenen Ovals.

Erde und Himmel orientieren sich an sich selbst, genügen sich gegenseitig. Den Menschen brauchen sie nicht, nicht einmal die Betrachterin – und gerade deshalb ist sie fasziniert. (…)

 

Horizont

(…) Die schlichte Ernsthaftigkeit seiner Landschaften, sind eher eine Verneigung vor der Idee Landschaft, als die Wiedergabe und malerische Inbesitznahme einer bekannten Gegend. Entstanden sind denn auch die Bilder im Atelier, ohne Erinnerung, ohne die für Landschaften übliche Malerei „sur le motif“. Eine Vision? Das wäre zu hoch gegriffen. Es seien „gedachte Landschaften“, sagt Martin J. Meier (martinj). Dafür spricht die Entstehung in kleinen Skizzenbüchlein, die er immer bei sich hat, oft sind mehrere in Gebrauch. Auf kaum handgrossen Papieren notiert er Geträumtes und Erdachtes, zeichnet mit raschem Stift oder Kugelschreiber, was ihn bedrängt oder – vielleicht – erlöst. Figuren, Räume, Strukturen – und eben Landschaften. Schon in der Skizze ist die Erde gewölbt. Der Bogen wird auf der 130 Zentimeter breiten Leinwand zum Schwung des Armes, der pinselhaltenden Hand. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser immer wiederkehrende Blick aufs Erdenrund aus der inneren Existenz kommt und dann zur Körperbewegung wird.

  Hat der offenbar befreiende Schwung mit dem Auf- und Ausbruch des Zeichners zu tun? Aufbruch gehört zu Martin Meiers Lebensmuster. Das begann mit dem Weggehen aus dem bergumstellten, heimatlichen Chur, aus dem vielkammrigen Graubünden, auch wenn er gern hie und da zurückkehrt – als Gast. Ihn zog es ins Freie, ins Offene, dorthin, wo der Blick auf den Horizont nicht verstellt ist.

 

Chiffre

Wer sich als Künstler vorwagt – real oder imaginär – bis der Horizont sich krümmt, der geht auf ein Bild zu. Für den Wunsch des Aufbruchs fand Martin Meier ein lapidares Zeichen: Erde und Wolke. Daran arbeitet er seit vielen Jahren. (…) Das Motiv der beiden Ellipsen als Welt+Himmel erweist sich denn auch tragfähig für Gefühlsskalen des Malers. (…) In einem Regensommer entzog sich Meier (martinj) dem Grau des Himmels, indem er eine rote Wolke über warm-orangem Land malte. Erde und Wolke können auch dunkel und schwer werden. Bäume, auf eine grosse Blatt- oder Mandelform reduziert, umstellen ein Feld in spröder Feierlichkeit. Dunkle Umrandungen schreiben die Zustände fest.

  Neben der Sehnsucht zum Horizont hin findet Martin Meier Metaphern für eigene Dynamik: Ein Weg zieht den Blick ins Weite, ein Auto wird zum Behälter für Flucht, Türme hinter der Erdkrümmung versprechen Erlebnisse.

(…) Farbe kann Ausdruck von Stimmung sein, aber ebenso mächtig ist die Lust an Kontrasten oder an monochromem Gleiten, das Arbeiten in vielen Schichten gehört dazu. Baum und Haus sind notwendige Akzente in der Fläche.

 

Annemarie Monteil, Kunstkritikerin, Basel

6/2005

 


Blueberry Hills forever 2016

Ein grossformatiges Gemälde für den Eingangsbereich des Wohn - und Pflegezentrums Salmenparks, Rheinfelden, entsteht in situ 30.1. - 4. 3. 2016

salmenpark



Drawing a Whale


I am fascinated by whales. We don`t have whales in Switzerland – there is no sea. 

Now that I am staying in Iceland for 6 months, it is the right time and the right place to make an art piece of a whale. I think, an image of a whale should be huge; at best original-sized. It`s a huge animal. 

My first thought was to make it also look heavy, with black color, charcoal or something of the kind. Then, I observed my four-year old daughter drawing with multicolored wax crayons. She did it in an energetic yet light way. The same intuitive way we all have been drawing when we were kids but then forgot the technique for more sophisticated ones. 

So I returned to the old method and discovered that it was great fun and involved a lot of physical work. It became a colorful whale! 

I did 63 sheets in A2-size and in the end assembled them on the floor of Menningahusid Berg, June 23rd. It was a fascinating experience to finally see the drawing coming into being as one complete piece. Before, every sheet, all 63 drawings, were individual parts. Now, the total size is 6.53m x 3.78m and the whale’s length is 7. 54m.

In August, the drawing will be displayed at the Great Fish Day of Dalvik. Admittedly, a whale is not a fish, but it swims in the same waters and from my studio in the Kaupfelagsbuilding, I can daily see both the fishing vessels and the whale watching boats set to sea and return to the harbor.

Artikel von Joachim B. Schmidt, BT, 10.8.2015

Download 15_bt_buendner_wal.pdf - 209 kB

Drawing a Whale - Video by Michèle Dercourt





Text Dr. Bernard Reuter: martinj - Im Wolkenwald


Im Wolkenwald, 2014, 90 x 90cm

ständige Vertretung:





Blick ins Atelier



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